Rezensionen und Pressestimmen

Wer aufgrund des lapidaren Titels ‚Change-Tools’ eine Sammlung eher oberflächlicher Instrumente erwartet, wird angenehm überrascht. Wie der Untertitel deutlich macht, sind es in der Tat gut ausgearbeitete, komplexe Interventionsformen, die hier von anerkannten Prozessberatern präsentiert werden.

Grob unterteilt in die Phasen Anwärmen, Orientieren, Bearbeiten und Abschließen stellt der Herausgeber knapp 40 Interventionsmethoden vor. Dass jeder Methode sechs bis zehn Seiten Darstellungsraum gewährt wird, kommt dem Leser sehr entgegen, da dies nicht nur eine ausführliche Beschreibung der Vorgehensweise ermöglicht, sondern auch Platz gibt für eine ausführliche Reflexion des Kontextes, in dem die Methoden eingesetzt werden können – in die Anwendungsbereiche, die Zielsetzung und den Nutzen, die Voraussetzungen für die Anwendung und die Erfahrungen, die in der Umsetzung gesammelt wurden. Technische Hinweise sowie Quellen und weiterführende Literatur runden die jeweilige Darstellung ab.

 

Es wäre müßig, hier die eine oder andere der vorgestellten Methoden explizit heraus zu stellen, da sie durch die Bank von anspruchsvollem Niveau sind. Und es wird dann ohnehin von der spezifischen Beratungssituation aber auch von der Person und Persönlichkeit des Beraters abhängen, welche der Methoden ihm für die Umsetzung in der eigenen Praxis geeignet erscheinen.


Helmut Meyer in "Organisationsentwicklung - Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und

Change Management"
 


Wer einen Workshop oder ein Seminar vorbereitet, in dem es um Veränderungen geht, muss über ein umfangreiches Methoden-Spektrum verfügen, damit der Ablauf der Veranstaltung dem jeweiligen Ziel gut angepasst werden kann. Die von Armin Rohm herausgegebenen "Change-Tools" umfassen 38 verschiedene Methoden, die von 36 ausgewiesenen Expertinnen und Experten der Prozessberatung ausführlich beschrieben werden - aus eigener praktischer Erfahrung heraus und mit dem erklärten (und verwirklichten) Ziel, in den individuellen Werkzeugkoffer des Beraters/Moderators integrierbar zu sein. Letzteres macht das Buch zu einem wertvollen und herausragenden Werk, das den Namen "Praxishandbuch Beratung" vollkommen zurecht verdient.

Das Buch ist nach den vier Phasen eines typischen Workshops gegliedert. In jedem dieser vier Hauptkapitel sind 9 oder 10 Methoden zum Anwärmen, Orientieren, Bearbeiten und Abschließen aufgeführt. Jedes der vier Kapitel beginnt mit einer Tabelle, die die Tools im Überblick zeigt und grafisch ihre Anwendbarkeit in den verschiedenen Anlässen eines Veränderungsworkshops darstellt. Dies hilft sehr, wenn man gezielt nach Methoden für ganz bestimmte Zwecke sucht. Auf der zweiten Seite eines jeden Hauptkapitels wird jedes einzelne Werkzeug in ein oder zwei Sätzen kurz beschrieben, so dass der erfahrene Berater/Moderator sich ein erstes Bild über seine Einsetzbarkeit machen kann.

Die Beschreibung jedes einzelnen Tools beginnt mit einem vierteiligen "Zeitstrahl", auf dem durch graue Blöcke angezeigt wird, an welcher Stelle eines Workshops es idealerweise eingesetzt werden kann. Nach ein paar eher kurz gehaltenen Angaben u. a. zur Dauer der Durchführung, zur Gruppengröße, zu den Anwendungsbereichen und zum Nutzen des Tools wird die jeweilige Methode ausführlich und detailreich beschrieben, häufig entlang eines praktischen Beispiels aus dem Erfahrungsschatz des Autors. Zahlreiche Grafiken, Bilder oder Tabellen, die auch als Hilfsmittel während einer Veranstaltung eingesetzt werden können, veranschaulichen die Methode. Abschließende Abschnitte widmen sich den Voraussetzungen, die der Durchführende mitbringen sollte, den technischen Notwendigkeiten (Vorbereitung, Ausstattung, Materialien, Medien) und der Herkunft der Methode oder weiterführender Literatur. Häufig findet sich auch ein Kommentar mit wichtigen Erfahrungen des Autors, zum Beispiel zu Schwierigkeiten bei der Durchführung, zur "Psychologie" der Methode, zu möglichen Variationen oder zu ihrer Einbettung in einen Gesamtworkshop.

Die vielen kleinen und großen Praxishelfer der "Change-Tools" offenbaren sich in der Struktur des Buchs wie auch im Inhalt. Eine der großen Stärken des Buchs ist die Uniformität seines Aufbaus: durch die Vereinheitlichung der Methoden-Darstellungen sind die Lesenden nicht gezwungen, sich auf drei Dutzend verschiedene Beschreibungsstile einzulassen - dies ist sicherlich auch einer aufwändigen Überarbeitung durch den Herausgeber zu verdanken. Der ausführlichen Beschreibung einer jeden Methode sind jeweils einige Abschnitte voran- und nachgestellt, die wichtige Details ebenfalls einheitlich und kurz darstellen. Diese Kürze ist zum Gewinnen des ersten Überblicks über eine Methode besonders hilfreich: wer glaubt, etwas Hilfreiches gefunden zu haben, kann sich in die ausführliche Beschreibung vertiefen. Dass die am Ende des Buchs vorgestellten Autoren der einzelnen Methodenkapitel keine graue Theorie predigen, sondern aus ihrer alltäglichen Praxis berichten, ist für mich der offensichtlichste positive Aspekt der "Change-Tools": dieses Buch ist von Praktikern für Praktiker geschrieben. Ich wünsche ihm eine große Verbreitung unter den Prozessberatern.

Bewertung: fünf von fünf möglichen Sternen!
Leserstimme bei amazon.de
 


Wer regelmäßig Change-Workshops plant oder durchführt findet in diesem Buch wertvolle Beiträge - einige davon haben wir in unserer Firma schon mit großem Erfolg getestet. Die Gliederung und Darstellung ist klar strukturiert und übersichtlich - ideal für die praktische Anwendung.
Für unsere Firma ist "Change-Tools" eines der Praxishandbücher, die regelmäßig benutzt werden. Ich kann es nur jedem empfehlen, der Veränderungsprozesse professionell managen möchte/muss.

Bewertung: fünf von fünf möglichen Sternen!
Leserstimme bei amazon.de
 

 


"Erfahrene Prozessberater präsentieren wirksame Workshop-Interventionen" heißt der Untertitel dieses von Armin Rohm herausgegebenen Buches. Und genau das befindet sich auch darin: Erprobte und gut beschriebene Werkzeuge - insgesamt sind es 36. Wir gehören nicht zu den Autoren (keine Zeit gehabt), empfehlen hier also ganz uneigennützig, sind jedoch stolz darauf, dass ein paar Kapitel des Buchs durch uns inspiriert wurden.

Matthias zur Bonsen, Jutta Herzog und Peter Bauer im newsletter von all-in-one-spirit (Mai 2007)
 

 

Veränderungen werden in Unternehmen vielfach durch Workshops begleitet. Derartige Veranstaltungen gehören zu den schwierigen Moderationsaufgaben, da Unsicherheiten und Konflikte vorprogrammiert sind. Geeignete Methoden für die Durchführung von Veränderungsworkshops können, sofern entsprechend aufbereitet, helfen, Veränderungsworkshops erfolgreich durchzuführen.

Das vorliegende Buch stellt 38 Interventionstechniken vor, die unterschiedliche Berater beigesteuert und erläutert haben. Die Techniken sind auf vier Abschnitte eines Workshops aufgeteilt: Anwärmen, Orientieren, Bearbeiten und Abschließen.
Beispiele für die vorgestellten Instrumente sind etwa das World-Cafe oder das Denkhüte-Feedback (de Bono), es sind jedoch auch eine ganze Reihe so nicht oder kaum bekannter Methoden enthalten. Dem Rezensenten etwa war das "Chef-Interview" nicht bekannt, das im Buch so vorgestellt wird: "Das Chef-Interview bietet sich an, wenn auf Grund der Person oder der Rolle des Chefs zu befürchten ist, dass emotionale Themen die zu bearbeitenden Sachthemen überlagern. Rolf Balling zeigt, wie der Chef durch einfühlsame und direkte Befragung als Person und in seinen Absichten/Befürchtungen deutlich gemacht werden kann." Derartige Kurzeinführungen sind den vier Abschnitten vorangestellt und erlauben einen schnellen Überblick über die dargestellten Methoden.

Die Darstellung im Detail erfolgt dann in der Abfolge Kurzbeschreibung, Dauer, Anwendungsbereiche, Zielsetzung/Nutzen, ausführliche Beschreibung, Voraussetzung/Kenntnisse, Kommentar/Erfahrungen und technische Hinweise.

Da die vorgestellten Techniken meist sehr anspruchsvoll sind, verweist der Herausgeber zu Recht darauf, dass Erfahrung mit der Gruppenmoderation Voraussetzung ist und ein professionelles Selbstverständnis unbedingt dazu gehört. Dies ist vor allem deswegen wichtig, weil die vorgestellten Methoden als Hilfe zur Selbsthilfe konzipiert sind. Das Buch eignet sich daher besonders für Prozessbegleiter, Moderatoren und Teilnehmer einschlägiger Ausbildungen. Der Rezensent möchte hier noch eine Gruppe ergänzen: Führungskräfte, die sich weniger als Chef, sondern mehr als Förderer ihrer Mitarbeiter und Gestalter kontinuierlicher Veränderungen sehen.

Bewertung: drei von drei möglichen Sternen!
Dr . Frank Edelkraut für MWonline
 

 

Im Bereich der Prozessberatung gibt es viel Literatur mit sehr erschöpfendem Inhalt. Was bislang fehlte war eine logisch Zusammenfassung wertvoller Methoden, die im Alltag eingesetzt werden können.

Ich kann nur sagen bravo! Das Buch entsprach voll meinen Erwartungen. Inhalt präzise auf die wissenswerten Informationen reduziert ohne wichtiges weg zu lassen.
Die Gliederung ist perfekt abgestimmt auf den Verlauf von Workshops.

Besonders lobenswert zu erwähnen ist die visuell wirklich gut gelungene Darstellung für die Phasen eines Workshops. Diese Elemente begleiten einen durch das ganze Buch. So weiß man gleich, die vorgestellte Methode wird überwiegend für das "Anwärmen", "Orientieren", "Bearbeiten", oder "Abschließen" eingesetzt. Jede Methode wird im Vorfeld kurz beschrieben. Mit wenig Mühe sieht der Leser, welche Dauer für diese Methode zu veranschlagen ist, wo diese Methode zur Anwendung gebracht werden kann und was die Zielsetzung dieser Methode ist. Auch diese Gliederung zieht sich durch das ganze Buch. Der Kurzbeschreibung folgt eine ausführliche Erläuterung der Methode, die meines Erachtens absolut ausreichend ist. Für jeden der einen Workshop vorbereiten und durchführen muss, ist dieses Buch eine wertvolle Hilfe. Danke Armin Rohm für dieses Buch.

Bewertung: fünf von fünf möglichen Sternen!
Leserstimme bei amazon.de
 

 

Manchmal ist es auch für Lehrer wichtig, dass sie über ihren eigenen pädagogischen Raum hinausblicken, denn es gibt auf dem Bildungsmarkt noch viele andere Menschen, die bemüht sind, Wissen zu vermitteln. Das vorliegende Methodenhandbuch gewährt einen aufschlussreichen Einblick mit einer Fülle an Ideen und Anregungen in die Welt der Prozessmoderation. Es richtet sich in erster Linie an Personen, die sich professionell mit der Konzeption und Durchführung von Workshops beschäftigen. Der Aufbau richtet sich nach den vier Phasen der Prozessmoderation (Anwärmen, Orientieren, Bearbeiten, Abschließen). Und das erinnert mich sofort an den Aufbau einer Unterrichtsstunde, die ähnlich konzipiert ist. Und noch mehr: Die Workshop-Interventionen im vorliegenden Praxis-Handbuch mit den entsprechenden Tools haben vor allem die Teilnehmer und die Gruppenprozesse im Blick. Die Tools sollen etwas in Bewegung setzen und zum Finden von Lösungen anregen. Für Lehrerinnen und Lehrer dürfte neben den methodischen Anregungen vor allem der Grundansatz des selbstorganisierten Lernens von Interesse sein.

Arthur Thömmes für lehrerbibliothek.de